Maßbuch und Musterbogen
Die Verbreitung der Kleidung „von der Stange“ im 19. Jahrhundert bedrohte das traditionelle Schneiderhandwerk. Auf dem Weg zur industriellen Massenproduktion wurde der Herstellungsprozess in kleine Teilschritte zerlegt, Schnitte und Muster standardisiert.
Maßgeschneiderte Kleidung für jede Figur blieb jedoch dem Schneiderhandwerk vorbehalten. In ihrem Maßbuch verzeichnete die Schneiderin alle ihre Kundinnen samt Körpermaßen, um Kleidung auch außerhalb von Konfektionsnormen – für „Problemfiguren“ - zu nähen.