BAUMSCHULEN UND ROSENZUCHT
Das norddeutsche Klima mit viel Niederschlag und hoher Luftfeuchte bietet ideale Voraussetzungen für den großflächigen Anbau von Bäumen, Gehölzen und Sträuchern. In Elmshorn und Umgebung, einem der größten Baumschulgebiete der Welt, werden zu Beginn des 21. Jahrhunderts etwa eine Milliarde Pflanzen produziert. Bis diese für den Verkauf groß genug sind, müssen sie mehrmals umgepflanzt, das heißt »verschult« werden. Bis in die 1960er Jahre werden die oft duftenden Gewächse mit der Bahn auf die Reise geschickt. In der Hochsaison fuhren mehrere ausschließlich mit Pflanzen beladenen Züge pro Tag ab.
Im Jahre 1887 beginnt mit der Gründung der Kunst- und Handelsgärtnerei durch Wilhelm Kordes in Elmshorn der Siegeszug der »Pinneberger« Rosen, welcher bis in die Gegenwart anhält: Das Familienunternehmen W. Kordes’ Söhne dominiert gemeinsam mit der in Uetersen beheimateten Firma Rosen Tantau den weltweiten Markt für Schnittrosen. Auch wenn der Duft der Rosenblüten nur in unmittelbarer Nähe der Pflanzen wahrnehmbar ist, hat das komplexe Aroma der edelsten aller Blumen einen festen Platz in der Welt der Gerüche inne.