FLEISCHWARENINDUSTRIE

Ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor Elmshorns ist das Schlachtgewerbe, welches erst Anfang des 20. Jahrhunderts in die industrielle Produktion überführt wird. Verbesserte Konservierungsmethoden begünstigen die Gründung von Fleisch- und Wurstfabriken. Verarbeitet werden sowohl importierte Schweine, als auch Tiere aus den Mästereien in und um Elmshorn. Bis in die 1950er Jahre gilt Elmshorn als „Schweinestadt“. In diesem Zeitraum werden bis zu 1000 Tiere pro Woche geschlachtet, im Jahr 1934 sind es sogar 71.222 Schweine. Auch die Fleischwarenfabrik und Großschlachterei Stich, 1880 als Handwerksbetrieb gegründet, exportiert ihre haltbaren Wurstwaren und Konserven unter anderem nach Großbritannien und in die USA.

Bild vergrößern: Posieren mit geschlachtetem Hausschwein - die Männer prosten sich zu. © IME
Posieren mit geschlachtetem Hausschwein - die Männer prosten sich zu.

Die durch die Produktion anfallenden großen Mengen an Industrieabwasser werden bis 1933 ungeklärt in die Krückau geleitet. Die Gerüche von lebenden wie auch getöteten Tieren, die auf offenen Lastkraftwagen mitten durch die Stadt transportiert werden, stellen eine ständige Geruchsbelästigung dar.

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