Baumsäge
Baumstämme wurden lange Zeit mit der Hand gesägt. Zwar gab es auf der Kremer-Werft schon 1860 eine Sägerei mit Gasmotorantrieb, andere Werften nutzten aber noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts die handbetriebene Baumsäge.
„Aus den Baumstämmen wurden mit der Baumsäge Bohlen herausgeschnitten. Vor dem Sägen wird die Bohle geschnürt, das heißt, es wird eine Schnur gezogen, damit gerade gesägt werden kann. Die Baumstämme sind immer 40-50 cm dick oder noch mehr. Die Bedienung der Säge besorgten zwei Mann. Einer stand oben auf dem Baumstamm, der auf Böcken lag und unten stand der andere. So sägten sie den ganzen Tag und es war eine ganz mühselige Arbeit. Aus diesen Bohlen wurden nach Modellen die Planken angezeichnet und ausgeschnitten.“ (Gustav Hein, Schiffszimmerer auf der Thormählen-Werft)