Stadthygiene als Problem
Eine fehlende Abwasserentsorgung und starke Wasserverschmutzung stellten die Stadt Elmshorn um 1900 vor gravierende Probleme. Insbesondere die Schweinemästereien und Großschlachtereien belasteten die Wasserversorgung. Noch in den 1890er Jahren befand sich mitten in der Stadt an der Ecke Holstenstraße/Königstraße ein offener Schweinestall. Die Großschlachter leiteten über die offenen Gossen Schmutz, Urin, Blut sowie Magen- und Darminhalte der geschlachteten Schweine in die Krückau und ins Grundwasser ab. Die Folge war eine hohe Seuchengefahr. Erst 1902 wurde ein zentrales Wasserversorgungssystem eingerichtet, auf kommunale Schlachthöfe zur Hygienekontrolle jedoch vorerst verzichtet.