Musterzimmer

Das Musterzimmer befand sich innerhalb der Fabrik hinter der Malerei-Werkstatt. Alois Riebl wurde als bester Maler bei Carstens angesehen. Er verzierte häufig die Musterstücke, an denen die übrigen Malerinnen und Maler sich orientierten. Manche Mitarbeiter von Carstens bestellten zu besonderen Anlässen Geschirr bei Riebl, das dieser persönlich bemalt hatte. Riebl erfüllte auch Extrawünsche, zum Beispiel eine Goldschrift mit dem Namen der beschenkten Person. Das hier nachempfundene Musterzimmer zeigt von links nach rechts die Produktion von einfachem, ungemusterten Steingut der Anfangszeit über das Dekor der „Elmshorner Rose“ bis hin zur Kunstkeramik der 1930er Jahre.