Inbetriebnahme einer Dampflokomobile

Der Landwirt Franz Breckwoldt aus Seestermühe setzte 1965 seine eigene dampfbetriebene Lokomobile mit dem Baujahr 1911 für die Filmaufnahmen in Betrieb. Die Lokomobile steht als Sinnbild für die einsetzende Mechanisierung in der Landwirtschaft im 19. Jahrhundert. Sie diente als Antriebsmotor für die Dreschmaschinen und konnte mit Pferden an andere Orte gezogen werden. Der Dampfdrusch anstelle der mühsamen Handarbeit mit dem Dreschflegel veränderte Arbeitszeit, Arbeitsschritte, Personal und Rhythmus des Dreschens massiv. Innerhalb weniger Tage oder Wochen war erledigt, was zuvor den ganzen Winter über gedauert hatte.