Futtermittelmühlen und Importgetreide
Die Elmshorner Mühlenindustrie entstand aus kleineren Betrieben, die die nähere Umgebung mit Mehl versorgten. Mit dem Aufstieg des Schweinemastwesens und der Einfuhr von billigem Getreide aus dem Ausland ging Ende des 19. Jahrhunderts eine Verlagerung auf die Herstellung von Futtermitteln einher. Große Futtermittelmühlen wie Kröger, Otto Blöcker im Vormstegen und Piening am Mühlendamm versorgten die umliegenden Mastbetriebe mit Spezialmischungen aus Importgetriede. Um ihre Abhängigkeit von diesen Mühlen zu reduzieren, gründeten 340 Landwirte 1914 die Elmshorner Genossenschaftsmühle, die bis 1991 bestand.