A-1575 - Hölzernes Brunnenrohr

Sachgruppe Brunnen
Material Holz
Datierung 18. Jahrhundert
Fundort Elmshorn
Maße Länge: 45cm, Durchmesser: 23cm (außen), Durchmesser: 10cm (innen)

Außen unbearbeiteter, ausgehölter Baumstamm der als Brunnenrohr genutzt wurde. 
Holzwasserleitungen waren vom Mittelalter an bis in das 19. Jahrhundert gebräuchlich. Durch die Holzrohre wurde das Brunnenwasser an die Oberfläche gepumpt. Die Wasserqualität war so schlecht, dass es mitunter nicht einmal zum Brauen reichte. Die Stämme bestanden aus bis zu 8 m langen Buchen-, Eichen-, oder Erlenstämmen. Anfangs benutzte man vierkantige Hölzer, ging dann aber zu runden Unbehauenen über, da das Holz sich in frischem Zustand leichter bohren ließ. Man bohrte die Hölzer von beiden Enden an, sodass sich die Bohrlöcher in der Mitte trafen. Die Hölzer konnten dadurch doppelt so lang sein wie die Bohrer. Gebohrt wurde meist mit Menschenkraft, später im 17. Jahrhundert gab es auch Wasser- und Göpelwerke. Diese Bohrwerke waren bis in die 1920er Jahre im Gebrauch. Die Holzrohre wurden im 19. Jahrhundert allmählich durch Eisenrohre ersetzt.

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