A-1557 - Markasit in Umwandlung nach Limonit
| Sachgruppe | Grubenausbau |
| Maße | Höhe: 7,5cm, Breite: 10cm, Tiefe: 7cm |
Limonit, auch Brauneisenerz oder Brauneisenstein genannt, ist ein sehr häufig zu findendes, eisen- und wasserhaltiges Gemisch verschiedener Eisenoxide wie Goethit, Lepidokrokit und verschiedenen anderen hydratisierten Eisenoxiden. Zusätzlich wurden an einigen Fundorten auch Beimengungen von Hämatit gefunden. Aus diesem Grund wird Limonit nicht mehr als eigenständiges Mineral angesehen.
Durch Glühen setzt Limonit Wasser frei, dehydratisiert also. Um festzustellen, ob ein ockerfarbiges Gestein oder eine potenzielle Farberde Limonit enthält, hält man eine Probe über eine Gasflamme, bis sie rot zu glühen beginnt. Hat sie sich nach dem Abkühlen ins Rote oder Purpurne verfärbt, handelte es sich um Limonit. Damit erklärt sich auch, dass viele gelbe Tone nach dem Brennen rötliche Töpfer- oder Ziegeleiwaren ergeben. Auf demselben Effekt beruhen die Pigmente gebrannter Ocker, gebrannte Siena oder Umbra gebrannt.
In der Antike spielte Brauneisenerz zur Eisenerzeugung eine geringere Rolle als Hämatit, das in den alten Rennfeuern besser verhüttbar war. Erst mit der Einführung der Stück-, Blau- und Hohen Öfen im 16. Jahrhundert begann das Aufblühen der Brauneisenerzgewinnung.
In seiner Eigenschaft als Anteil der Erdpigmente zählt er aber zu den frühesten vom Menschen genutzten Materialien und lässt sich in steinzeitlichen Höhlenmalereien und Felsbildern nachweisen.
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