A-0103 - Mangelbrett

Sachgruppe mangeln/Bügeln
Material Holz
Technik Kerbschnitt
Datierung 1752
Maße Höhe: 57cm, Breite: 14cm, Tiefe: 13cm

Hölzernes Mangelbrett mit reicher Kerbschnittverzierung, umlaufend ein schmaler Rand mit diagonalem Kerbschnitt. Auf der Fläche befindet sich am oberen und unteren Ende ein sternförmig eingeschnitztes Ornament, das sich in verkleinerter in einem weiteren Bildfeld vierfach wiederholt. Der eingelassene Griff ist in Form eines stilisierten Pferdes gearbeitet, der Griffrücken ist ebenfalls mit Kerbschnitt verziert. Unterhalb des Griffes ein eingeschnitzt "KC D 1752". Der Griff in Form eines Pferdes war besonders in den Regionen Nordfriesland und Nordschleswig verbreitet.

Reich verzierte Mangelbretter waren nicht nur Gebrauchsgegenstände, sondern auch Brautgeschenke und waren Teil der Aussteuer. Sie wurden sowohl von Möbeltischlern als auch von „Laien“ (z.B. Vater, Bruder, Verlobter) gefertigt.
Zum Mangeln wurde die leicht befeuchtete Wäsche zur Schonung in ein Rolltuch aus Leinen gehüllt und fest um die Mangelrolle gewickelt. Mit dem Mangelbrett wurde diese Rolle dann hin- und hergerollt und so die Wäsche geplättet.

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