A-0974 - Fotoalbum
| Sachgruppe | visuelle Medien und Zubehör |
| Material | Pappe, Metall, Leder |
| Datierung | 19. - 20. Jahrhundert |
| Gebrauchsort | Schleswig-Holstein |
Fotoalbum mit mittelbraunem, Ledereinband und Messingschließe. Der Ledereinband ist mit einem Pflanzen- und Wappen-Muster geprägt. Die einzelnen Seiten sind aus dicker Pappe und sind nahezu komplett gefüllt mit auf Pappe aufgezogenen Porträtaufnahmen. Die meisten Aufnahmen stammen von Mitgliedern der Familien Rostock und Kelting.
Derartig aufwendige Fotoalben stammen aus der frühen Zeit der Fotografie als die Amateurfotografie kaum verbreitet war. Porträt- und Gruppenaufnahmen wurden von professionellen Fotografen im Atelier aufgenommen, in repräsentativen Alben gesammelt und im Salon der wohlhabenderen Bevölkerung zur Schau gestellt.
Standort: Schubladenschrank Erdgeschoss.
Ein Fotoalbum ist ein Album zum Sammeln, Ordnen und Aufbewahren von Fotografien. Ende des 19. Jahrhunderts, als es die Amateurfotografie in der heutigen Form noch nicht gab, bestanden "Photographie-Alben" aus der:
"Verbindung gepresster, ausgestanzter Kartons (Coulissen) mit dazwischen geklebten Pappen, welche die Aufnahme von Photographien ermöglichten. Eine Anzahl dieser so hergestellten starken Blätter wurden zu einem Buche vereinigt, beschnitten, mit Goldschnitt versehen und in starke, meist reich verzierte Lederdeckel gebracht, die durch Klappenschloss zusammengehalten wurden".
Die Bilder in solchen "Familienalben" stammten fast ausschließlich von Berufsfotografen. Die Papierabzüge wurden auf Pappkärtchen mit vorgegebenen Abmessungen geklebt, die dann in entsprechende Fächer des Albums eingeschoben werden konnten. Die Rückseiten dieser Kärtchen zeigten eine mehr oder weniger künstlerisch gestaltete Visitenkarte des Fotografen.
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