A-0497 - Modell eines Kugelpostwagens
| Sachgruppe | Briefverteilung |
| Hersteller | Landesmuseum Schleswig |
| Datierung | 1815-1842 |
| Maße | Länge: 78cm, Höhe: 24cm, Breite: 33cm |
| Material | Holz, Leder, Eisen, Metall |
Ein Modell eines sogenannten Kugelpostwagens der Königlich Dänischen Post, der in dieser Form in der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts (zwischen 1815 und 1842) in Schleswig-Holstein verkehrte. In der Kugel wurden die Briefpost, zuweilen aber auch Geldsendungen befördert. Der lederne Überzug schützte den Inhalt gegen Einflüsse der Witterung. Die eigentümliche Bauart dieser Kugelpostwagen sollte Leichtigkeit und möglichste Schnelligkeit gewährleisten; auch sollte durch diese Form unmöglich gemacht werden, dass Reisende vom Postillon mitgenommen wurden. Es kam trotzdem vor; derartige "blinde" Passagiere mussten aber vor den Dörfern absteigen. Der Postillon trug gelbe Hosen und einen roten Frack; er kündigte sein Nahen an, indem er gleich seinem Kollegen von der Fracht- und Passagierpost seinem Horn "lustige Weisen" entlockte. Nachdem in der Nähe von Eckernförde der Kugelpostwagen überfallen und beraubt, der junge Postillon erschlagen worden war, führte der Wagenlenker einen Säbel als Waffe.
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