A-0415 - Spieß / Lanze
| Sachgruppe | Blankwaffen (Kriegswesen/Militär) |
| Material | Eisen, Holz |
| Technik | geschmiedet |
| Datierung | Anfang 19. Jahrhundert |
| Maße | Länge: 180cm |
Ein geschmiedeter Eisenspieß mit Holzschaft. Laut Konrad Struve gehörte der Spieß zur Elmshorner Küstenmiliz während der napoleonischen Kontinentalsperre. Holstein und damit auch Elmshorn waren 1806 an Dänemark gegangen, welches sich mit Napoleon verbündete. Daher musste auch hier die von Napoleon verordnete Kontinentalsperre gegen die Engländer und die Einfuhr englischer Waren durchgesetzt werden. 1807 wurde zu diesem Zweck eine Küstenmiliz gegründet, die das gesamte holsteinische Elbufer bis nach Altona bewachen sollte. In Elmshorn wurde die Aushebung einer solchen Miliz ungern angenommen und auch die Kontinentalsperre traf nicht nur die Engländer, sondern auch die Küstenregionen, die auf den Handel mit England und deren Kolonialwaren angewiesen waren. Auch in gehobenen kaufmännischen Kreisen Elmshorns galt daher das Schmuggelwesen als nicht besonders anstößig.
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