A-0395 - Siegel des Elmshorner Armencollegium

Sachgruppe Armenwesen
Datierung 1701-1800
Maße Länge: 9cm
Material Holz, Messing

Das ovale Messingsiegel des Elmshorner Armencollegium. In Elmshorn gab es seit dem 18. Jh. eine "Armencommüne", die das ganze Kirchspiel umfasste und wurde von einem "Armencollegium" verwaltet. Es gab zwei Armenhäuser, das eine am Flamweg mit 12 Wohnungen, das andere befand sich am Bauerweg und hatte 5 Wohnungen. Dazu kam das Präbendenstift in der Königstraße, das 1663 für 12 Arme gegründet wurde, 1838 aber schon 32 Stellen hatte. In Klostersande gab es das private Margarethe Engelbrecht Stift von 1778, das 11 Arme aufnnehmen konnte (Margarethestraße). 1834 gab es 325 Mittellose in Elmshorn; das waren fast 10% der Gesamtbevölkerung. Die Armenlast wurde von den Bürgern des Fleckens entsprechend ihrem Grundbesitz und Vermögen getragen; die Armenfürsorge war somit eine Form der Solidargemeinschaft.