2010-0113 Karte "Die Welt um Elmshorn"
| Sachgruppe | Topografische Karten |
| Hersteller | Hahn, Johannes |
| Ort | Elmshorn |
| Datierung | 1969 |
| Maße | Höhe: 105cm, Tiefe: 100cm, Durchmesser: 84cm |
| Material | Spanplatte, Flachpressplatte, Echtholz furniert, Nussbaumfarbig lasiert, Aluminiumblech, Kunststoff, Plaste, Plastik, Plastwerkstoff, Polymerer Werkstoff, Synthetische Polymere, erhabene Buchstaben, Messing |
| Technik | handgemalt |
ELMSHORN, Mittelpunkt der Welt! Lieber Betrachter. - Die Erdkugel so zu sehen, ist ungewöhnlich! Wie kam es zu dieser Darstellung? Der weltumspannende, kommerzielle Kurzwellen-Funkverkehr, wurde bis Ende 1995, bei der Überseefunkstelle ELMSHORN in "Sibirien" abgewickelt. Ab 1996 läuft der gesamte Nachrichtendienst über Satelliten. In den 5 großen Sendehäusern befanden sich 41 vollautomatisch, betriebene KW-Großsender, bis zu einer Trägerleistung von 100 kW. Um die Leistung in den Äther abzustrahlen, standen über 60 KW-Antennen, der verschiedensten Bauweisen zur Verfügung. Es handelte sich um Rundstrahl- oder Richtantennen. Der kommerzielle KW-Betrieb machte es unbedingt notwendig, dass die eingesetzte Richtantenne, mit dem präzisen Abstrahlwinkel zum mehrere tausende Kilometer entfernten Empfangsort zielte. Um 2 sehr weit entfernte Orte auf dem Erdball zu verbinden, ist die Großkreisberechnung anzuwenden, es ist die kürzeste Strecke, nicht der Kompasskurs, der ist wesentlich länger! Für die Theorie sei erwähnt, die abgestrahlten Funkwellen bewegen sich mit Lichtgeschwindigkeit von 300000km/sec. Dies bedeutet also, mehr als 7 mal in der Sekunde um den Erdball! Dieses war also Grund genug, auf dem freien Markt gab es so etwas nicht, eine für uns in "Sibirien" zugeschnittene Weltkarte zu berechnen und zu zeichnen. Nach wochenlangen, Mittags-Sonnenschießen (Sonne + genaue Uhrzeit), wurde die genaue Nord/Süd-Richtung ermittelt, dieses war die Voraussetzung, für die späteren Stand-Aufbauplätze der Antennenmasten. Dese Überlegungen, Elmshorn als Mittelpunkt der Erde zu sehen, führten zu einer umfangreichen, zeitlich aufwendigen, Rechenaufgaben, es sei erwähnt, alles ohne Computer, im Jahre 1969. Als Berechnungshilfe, diente eine 7-stellige Logarithmentafel, der Bleistift und ca. 300 Blatt DIN A4 Papier, wie sagt man so schön, alles zu Fuß! Die ermittelten Längen- und Breitenkoordinaten, ausgewertet in °Grad, Minuten und Sekunden, bezogen sich immer auf einen ganz bestimmten Punkt auf unseren neuen Weltkarte. So entstanden Messpunkt für Messpunkt und Linie für Linie. Vom Mittelpunkt aus erkennt man Vollkreise, sie folgen regelmäßig im 500km-Abstand. Der schnelleren Übersicht halber sind der 5000, 10000 und 15000km-Ring hervorgehoben. So erkennt der Betrachter, der äußere Ring ist 20000km vom Mittelpunkt "Elmshorn" entfernt. Ob nach oben oder unten, links oder rechts, zweimal 20000km ergeben unseren Erumfang von 40000km. Ebenso sind Nord- und Südpol (Antarktis), der Verlauf der Äquatorlinie, der 0°, 180° Längengrad (Datumsgrenze) und beide 90° Ost und Westlängengrade in der von mir dargestellten Weltkarte eingezeichnet. Die Verformungen sehr ferner Erdteile z.B Australien oder Neuseeland entsprechen der errechneten Projektion. Um dieses zu beweisen, sei folgendes von mir erklärt: In der Annahme, Elmshorn wäre auf der gegenüberliegenden Seit der Erde (ANTIPODE) eine ganz kleine Insel gelegen, so würde sie den äußeren Vollkreis (20000km) bilden und wäre von allen Seiten gleich entfernt. Diese Darstellung der Welt um Elmshorn ist ein Unikat. Johannes Hahn, Verfasser (Dies Objekt ist für das Projekt "Heimat ist für mich..." als Nummer 47 eingereicht worden)
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