2009-0264 - Lederhandschuh-Paar
| Sachgruppe | Gesondert getragenes Zubehör (Frauenkleidung) |
| Material | Ziegenleder, Perlmutt, Metall |
| Datierung | ca. 1930-1966 |
| Maße | Länge: 26cm, Breite: 10cm |
Sehr dünne Damenhandschuhe aus altweißem Ziegenleder (franz. "Chevreau") mit diversen Ziernähten und jeweils zwei Metalldruckknöpfe mit Perlmut oder einem ähnlichen Material. Handschuhe dienen zum Schutz vor äußerlichen Einflüssen. Derartige Damenhandschuhe sollten vor Sonneneinstrahlung und Schmutz schützen. Die Hände einer Dame von gehobenem Stand durften noch bis in das 21. Jahrhundert hinein nicht sonnengebräunt oder schwielig sein.
Ab Ende des 19. Jahrhunderts war eine Dame ohne Handschuh nicht ordnungsgemäß bekleidet. Der Herr trug ebenfalls stets Handschuhe und Stock. Es war nicht schicklich, die Handschuhe mit Hilfe der Zähne auszuziehen, ebenso gehörte es sich nicht, mit angezogenem Handschuh jemandem die Hand zu geben oder etwas mit der behandschuhten Hand zu greifen. Zum Essen und Kartenspielen wurden die Handschuhe ausgezogen. Damen durften ihre Abendhandschuhe während eines Balls auf keinen Fall ausziehen. Für den Fall, dass die Handschuhe zu Schaden kamen nahm man ein Paar Ersatzhandschuhe mit. Auch war nicht schicklich, sich die Handschuhe in aller Öffentlichkeit anzuziehen. Die Ringe wurden über den Handschuhen getragen, was das Ausziehen umständlicher machte.
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