2008-0151 - Rauchverzehrer in Form einer Eule
| Sachgruppe | Hilfsgerät (Raumausstattung) |
| Material | Keramik |
| Datierung | 1950er Jahre |
| Maße | Höhe: 16cm, Breite: 9cm, Tiefe: 8cm |
Rauchverzehrer in Form einer Eule, die auf einem Buch sitzt. Im Kopf und in einem Flügel sind Löcher für die Rauchvernichtung.
Rauchverzehrer waren in Deutschland besonders während der 1950er Jahre bei Zigarrenrauchern populär, da Sie angeblich den Rauch aufzehrten und somit Wohnung, Kleidung und Lungen vor dem unangenehmen Dunst schützten.
Das Prinzip funktioniert wie folgt: Mit Hilfe einer elektrischen Heizung (meist einer Glühlampe) wird Duftöl verdampft, das mit seinem Aroma den Rauch überlagert. Von dem durch die Glühbirne erhitzten Porzellankörper steigt warme Luft auf. Diese befördert den Zigarettenrauch unter die Zimmerdecke. Wird der Rauchverzehrer abgeschaltet und kühlt der Raum ab, senkt sich dieser allerdings wieder herab.
Ein Rauchverzehrer ist somit, entgegen seines Namens, nicht in der Lage Rauch aufzulösen bzw. unschädlich zu machen, die in der Umgebung vorhandene Schadstoffmenge bleibt konstant.
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