2007-0079-12 Miniaturschaufeln für Kinder-Kaufmannsläden

Sachgruppe Kaufmannsläden und Zubehör
Material Kunststoff, Metall
Datierung 1955-1975
Maße A/B: Höhe: 1,5cm, Länge: 6,5cm, Breite: 2cm / Höhe: 2cm, Länge: 10cm, Breite 3,5cm 

Verschiedene Miniatur-Schaufeln aus einem Puppen-Kaufladen: Zwei Schaufeln aus rotem marmoriertem Kunststoff, fünf Metallschaufeln, eine gelbe Kunststoffschaufel.
In den realen Kolonialwaren- und Kaufmannsläden wurden mit größeren Schaufeln lose Waren (Reis, Mehl etc.) aus den Schütten (Schubladen) zum Abwiegen und Verpacken „herausgeschaufelt“.

Bespielbare Puppen-Kaufläden mit Puppen und Warenminiaturen sind seit dem frühen 19. Jahrhundert bekannt und wurden meist von Schreinern oder anderen Handwerkern als Einzelstücke angefertigt. Um 1900 begannen Spielzeugfabriken Kaufläden mit kompletter Ausstattung zu vertreiben, die oft bekannte Markenprodukte im Warensortiment hatten.
Neben Lebensmittel- bzw. Kolonialwarenhandlungen mit breitem Sortiment gab es von Anfang an auch Darstellungen von Einzelhandelsfachgeschäften wie Stoff- und Modegeschäften, Hutgeschäften, Apotheken und sogar Antiquitätenhandlungen. Kaufläden waren ein Spielzeug für Jungen und für Mädchen, während Puppenküchen und Puppenhäuser ein reines Mädchenspielzeug waren. 
In der 2. Hälfte des 20. Jahrhundert wurden die Puppen-Kaufläden weitestgehend von begehbaren Spiel-Kaufläden verdrängt.

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