2003-0410 - Glasplatten-Balgen-Kamera Voigtländer AVUS
| Sachgruppe | Fotografie |
| Material | Metall, Glas, Baumwolle, Pappe, Papier, Leder |
| Hersteller | Voigtländer AG |
| Herstellungsort | Braunschweig |
| Datierung | 1. Hälfte 1930er Jahre |
| Maße | Höhe: 27cm, Breite: 11cm, Tiefe: 16cm |
Kamera: Metallkorpus (schwarz) z.T. mit geprägtem, schwarzem Leder bezogen. Ledertragegriff, Fernauslöse integriert aufklappbarer Peilrahmen. Objektiv: Voigtländer Anastigmatskopar 1:45,. Entfernung und Belichtung einstellbar. Glasplattenfach mit Tuchrand aufklappbar. Libelle (Wasserwaage), Okular mit Spiegel. Abdecktuch. Belichtungsschieber (wie Rechenschieber) b-w
Balgenkamera "Voigtländer AVUS" für Platten, Aufnahmeformat 9 x 12 cm, mit Klappkonstruktion, Laufbodeneinstellung und integrierter Wasserwaage sowie Brillant- und klappbarem Rahmensucher. Metallgehäuse aus Leichtmetall mit Lederbezug und Trageriemen, lederner Balgen. Mit Compur-Zentralverschluss Nr. 258646, integriertem Fernauslöser und Objektiv Nr. 406390: Anastigmat Skopar 1:4,5 F=13,5 cm von Voigtländer Braunschweig. Das umfangreiche Zubehör besteht aus einem Abdecktuch, 2 Glasplatten mit Schiebebox von "Voigtländer", 1 Glasplatte mit Schiebebox von "Zeiss Ikon 665/7". Einer Belichtungstabelle mit Schieberegler in einem Papierumschlag: "Wie lange belichte ich? Voigtländer "Bergheil" und Wanderer, dazu ein brauner Lederköcher mit Metallschließe und violettem Samtfutter.
Die von Voigtländer zwischen 1913 und 1934 in großer Stückzahl produzierten Plattenkameras "AVUS" und "Bergheil" waren auch bei Amateurfotografen beliebt. In dem passenden Lederköcher konnte die Kamera mit Zubehör bequem transportiert und auf Reisen mitgenommen werden.
Das Unternehmen Voigtländer wurde bereits 1756 in Wien von Johann Christoph Voigtländer gegründet und stellte anfangs optische Instrumente, wie z.B. optische Messgeräte und Operngläser, her.
Als die Erfindung der Fotografie im Jahre1839 weltweit bekannt wurde, produzierte Voigtländer von da an auch Objektive und ab 1840 vollständige Kameras.
Das Unternehmen entwickelte zudem die weltweit ersten mathematisch berechneten Präzisionsobjektive. Diese speziellen Objektive hatten eine vorher unerreicht hohe Lichtstärke von 1/3,5 und verkürzten die damals noch nötigen langen Belichtungszeiten. Deshalb wurden die Objektive vor allem für Portraitaufnahmen genutzt.
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