2003-0404-1-32 - Zigarrenkiste mit Geldstücken / -scheinen

Sachgruppe Papiergeld, Münzen, Finanzwesen
Material Holz, Papier, Aluminium
Datierung 1901-1933
Technik Druckverfahren

Eine Zigarrenkiste mit wenigen Aluminiummünzen und zahlreichen Geldscheinen aus der Zeit von 1904 bis 1924. Innerhalb dieses Zeitraumes kam es im Deutschen Reich zu zahlreichen Umwälzungen, sowohl politischer wie wirtschaftlicher Natur. Die ersten Banknoten aus den Jahren von 1904 bis 1914 sind noch zur Zeit des Deutschen Kaiserreiches unter Wilhelm II. entstanden. Die nächste Periode stellen Scheine aus den Kriegsjahren 1914-1918 dar, als der Wert der Deutschen Reichsmark anfing zu sinken. Bedingt durch den Krieg, die Umstrukturierung des ehemaligen Kaiserreiches zu Republik, die Reparationszahlungen sowie die erlahmte Wirtschaft sank dieser Wert immer weiter, dem die Deutsche Reichsbank mit dem Druck neuer und größerer Banknoten entgegenzuwirken versuchte. Dadurch verstärkte sich allerdings nur die Inflation, so dass bereits ab 1922 Scheine im Wert von 50.000 Mark gedruckt wurden. Die Zahlen schossen nur so in die Höhe und es finden sich um 1924, zur Zeit der Hyperinflation, Noten im Wert von 1, 2, 5, 10, und sogar 100 Millionen Reichsmark. Es sind alle bis 1924 gängigen Zahlungsmittel enthalten, wie Reichskassenschein, Reichsbanknoten, Darlehnskassenscheinen. Alle verloren nach 1924 fast vollständig ihren Wert, erst die Rentenmark führte zur Stabilisierung des Finanzsystems.

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