2003-0363 - Lanzenspitze
| Sachgruppe | Blankwaffen (Jagdwaffen) |
| Material | Eisen |
| Datierung | 6. bis 7. Jahrhundert |
| Fundort | Elmshorn |
| Maße | A: Länge: 31,5cm, Breite: 5,2cm / B: Länge: 38,5cm, Breite: 2,9cm |
Eine eiserne Lanzenspitze mit breitovalem Blatt, rautenförmigem Blattquerschnitt und runder Glanztülle, unverziert, auf der Tüllenvorderseite zwei Nietlöcher, Tüllenrückseite mit erkennbarer Schweißnaht.
Eine schmale eiserne Lanzenspitze mit weidenblattförmigem Blatt, spitzovalem Blattquerschnitt und runder Schlitztülle, Übergang von der Tülle zum Blatt beidseitig durch vier vertikale Rillen mit rundlichen Abschlüssen am oberen Ende verziert, mittleres Drittel der Tülle durch sechs umlaufende, gegenständig angeordnete, zweizeilige Zickzackbänder ornamentiert.
Im Frühjahr 1998 kamen in einem Schulgarten der Elmshorner Grundschule in der Hafenstraße zwei eiserne Lanzenspitzen zutage. Nachforschungen ergaben, dass sie zu einem bereits Mitte der 1970er Jahre auf dem Schulgelände entdeckten Fundkomplex von sechs bis sieben Lanzenspitzen gehören. Damals hielt man die Objekte für Spielzeug, der Verbleib der übrigen Stücke ist nicht mehr festzustellen.
Für die beiden vorliegenden Lanzenspitzen lassen sich Parallelen im Fränkischen Reich anführen, besonders im Trierer Land. Zeitlich sind sie dem späten 6. oder frühen 7. Jh. zuzuweisen.
Obwohl in sekundärer Lage gefunden, ist davon auszugehen, dass die Lanzenspitzen im näheren Umfeld des Auffindungsortes niedergelegt wurden. Es handelt sich hier um die Niederung der Krückau, die in die Elbe fließt und damals bis Elmshorn schiffbar war. Es könnte sich bei dem Fund um eine Opfergabe handeln, die in der Nähe einer Furt deponiert wurde.
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