2003-0345 - Ratsche

Sachgruppe Spielzeug/Spiel/Sport, Kinderspielzeug, Spielzeug für draußen
Material Holz, Eisen
Datierung 20. Jahrhundert
Fundort Elmshorn
Maße Länge: 20cm, Breite: 17cm, Tiefe: 3cm

Kinderratsche, Holzstiel auf den 2 Rahmenbretter, 3 Abstandsbrettchen und 4 Zahnräder gesteckt sind; zwischen den Rahmenbrettern ist am Ende ein Steg genagelt, in den 4 Klangbrettchen gesteckt sind. Beim Drehen schlagen die Zahnräder gegen die Klangbrettchen. Durch schwungvolles Drehen wird ein lautes knatterndes Geräusch erzeugt.

Ratsche für Kinder: Holzstiel auf den 2 Rahmenbretter mit 3 Abstandsbrettchen und 4 Zahnrädern gesteckt sind. Zwischen den Rahmenbrettern ist am Ende ein Steg genagelt in den 4 Klanbrettchen gesteckt sind. 
Die Ratsche wird durch das schwungvolle Drehen in Bewegung gesetzt und erzeugt dabei je nach Drehgeschwindigkeit ein lautes, knatterndes Geräusch, wenn die Zahnräder gegen die Klangbrettchen schlagen. 
Früher zogen Bettelmusikanten mit einer Ratsche oder auch Schnarre durch die Straßen, wovon sich die Bezeichnung Schnorrer (jiddisch:שנאָרער) ableitete. In katholischen Gegenden ziehen Kinder damit zum „Ratschen“ durch die Gemeinde, um die Kirchenglocken zu ersetzen, die in der Zeit zwischen Karfreitag und der Osternacht nicht läuten.
In verschiedenen mitteleuropäischen Regionen (Süddeutschland, Österreich, Böhmen) wurden Ratschen spätestens seit dem 18. Jahrhundert in der Fastnacht und bei christlichen Prozessionen in der Karwoche benutzt. 
Die Ratsche ist heute noch im deutschsprachigen Raum ein beliebtes Instrument im Straßen-Karneval, bei kulturellen und sportlichen Großveranstaltungen, auf Demonstrationen sowie als Spielzeuginstrument.

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