2002-0148 - Notgeldschein Hainholz

Sachgruppe Papiergeld, Finanzwesen
Material Papier
Technik Druckverfahren
Datierung 1921
Maße Höhe: 7cm, Breite: 10cm

Notgeld kam meist in Krisen- oder Kriegszeiten zum Einsatz, wenn gesetzliche Zahlungsmittel fehlen oder an Wert verlieren und wird von Staaten, Gemeinden oder privaten Unternehmen ausgegeben.
Oft ist das Vertrauen in Notgeld größer als in offizielles Geld. Neben den üblichen Geldformen Münze (Notmünze) und Geldschein kamen auch verschiedene Ersatzmaterialien wie Porzellan, Pappe, Stoff u.a. zum Einsatz. Notgeld wird nur als Zahlungsmittel gebraucht, nicht zu Kreditzwecken.
Bedingt  durch das Horten von Silbermünzen – deren Materialwert höher geworden war als ihr Nominalwert - und den Metallbedarf der Kriegsindustrie, gab es im Deutschen Reich ein Kleingeldmangel während und nach dem Ersten Weltkrieg und während der Hyperinflation 1923, so dass in diesen Jahren eine riesige Menge an Notgeld ausgegeben wurde. Meist deckten Städte, Gemeinden, Kreise und Privatfirmen den Bedarf mit eigenen Ausgaben, für den Geldumlauf bestimmten „Verkehrsausgaben“. Die große Anzahl von variantenreich gestalteten Geldscheinen mit viel Lokalkolorit erweckte bald das Interesse von Sammlern, was dazu führte, dass viele Notgeldscheine gar nicht mehr für den Umlauf, sondern eigens für die Sammler gedruckt und ausgegeben wurden. Solche Scheine werden „Serienscheine“ genannt.
Das deutsche Notgeld des Ersten Weltkrieges lässt sich in zwei Perioden unterteilen: erste Periode der kleinen Nominalen bis etwa 20 Mark um 1916 bis 1919 und zweite Periode ab etwa 1921 mit hohen Nominalen, bis in den Billion-Mark-Bereich.

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