1993-0312-0317 - Kleinbild-Faltkamera Agfa Optima
| Sachgruppe | visuelle Medien und Zubehör |
| Material | Glas, Metall, Kunststoff |
| Hersteller | Agfa-Gevaert |
| Datierung | 1959 |
| Maße | Breite: 13cm, Höhe: 9cm, Tiefe: 6cm |
Kleinbildkamera „Optima“ mit automatischem Belichtungsmesser von Agfa. Das schwere Gehäuse aus Metall ist zum Teil mit schwarzem Kunststoff bezogen.
Unterhalb des Objektivs befindet sich ein Rädchen mit dem eingestellt werden kann ob die Belichtung automatisch oder manuell geschehen soll, bzw. auf Blitz geschaltet werden (Anschluss für externen Blitz wird freigegeben). An einem Drehring um das Objektiv (Linse: Agfa Color Apotar S) können die Entfernung und die Blende eingestellt werden. Im Gegensatz zu den meisten älteren Kameras wird hier nicht nach Entfernung in Metern ausgewählt. Stattdessen kann zwischen zwei kleinen Zeichnungen ausgewählt werden: Max und Moritz für Portraitaufnahmen, Mutter, Vater und Kind für mittlere Entfernung und ein Bergdorf für Panoramaaufnahmen.
Auf der Oberseite der Kamera befinden sich neben dem Auslöser ein Rädchen für die DIN-Einstellung, ein Blitzschuh sowie der Drehknopf zum Zurückdrehen des Films, der in der Kamera versenkt werden kann. Wie die Agfa Silette hat auch die Optima einen Schnellspannhebel zur Filmbeförderung der mit dem Auslöser verbunden ist, damit keine Doppelbelichtungen entstehen können.
Das Besondere an der 1959 auf den Markt gebrachten Agfa Optima ist die Programmautomatik, die sie als erste Kamera überhaupt hatte. Neben dem Objektiv befindet sich ein Hebel, die magische Taste genannt wurde. Das betätigen der der magischen Taste arretierte den Zeiger eines Messwerks im Inneren der Kamera, der als Anschlag für die Belichtungseinstellmechanik diente. Im Sucher konnte man bei gedrückter Taste erkennen, ob die Helligkeit ausreichte - es erschien eine grüne, sonst eine rote Markierung. Bei Verwenden eines Blitzgerätes musste man Rad rechts unten am Objektiv auf das Blitzsysmbol stellen, dann arbeitete der Verschluss mit 1/30 s und die Blende ließ sich wie gewohnt einstellen. Dies galt auch für die Langzeitbelichtung, welches sich an dem Rad ebenfalls einstellen ließ.
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