1983-0104 - Glättstein
| Sachgruppe | Hilfsgeräte und Materialien (Handwerk) |
| Material | Glas |
| Technik | Glastechniken |
| Datierung | 18. Jahrhundert |
| Gebrauchsort | Elmshorn |
| Datierung | Durchmesser: 8,5cm |
Glättglas dunkelgrün mit stumpfer Oberfläche, zum Glätten von Textilien.
Der Glättstein ist aus dunkelgrünem Glas und hat keinen Griff.
Im europäischen Raum nutzte man zum Bearbeiten verknitterter Wäsche bis ins 15. Jahrhundert ausschließlich Instrumente, die mit mechanischem Druck arbeiteten. Zu den ältesten dieser Bügelinstrumente gehören die sogenannten „Glätt-“ oder „Gniddelsteine“. Sie wurden mit starkem Andruck so lange über das angefeuchtete oder gestärkte Wäschestück gestrichen, bis dieses glatt und glänzend wurde. Glättsteine sind in mehreren Formen und Materialien bekannt; meist bestehen sie aus farblosem, grünem oder schwarzem Glas. Die ältesten Fundstücke stammen aus den 5.-8. Jh. n. Chr.; als Bügelinstrumente blieben die Gniddelsteine jedoch in machen Regionen bis zum 20. Jh. in Gebrauch. Mit der Verbreitung der Bügeleisen wurden die Glättsteine häufig noch zum Stopfen von Strümpfen und auch um Gewürze zu zerreiben.
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