"Schweinestadt" Elmshorn
Verbesserungen in der Schweinezucht führten gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu einem rasanten Anstieg des Schweinebestandes in Deutschland. Von 12,2 Mio. Tieren im Jahr 1892 verdoppelte sich der Bestand bis 1914 auf 25 Mio. Schweine. Zugleich wuchs der jährliche Fleischverbrauch der Deutschen bis auf 47kg pro Kopf im Jahr 1914 an. Schweinefleisch machte davon fast zwei Drittel aus. Diese Tendenzen spiegelten sich auch in der "Schweinestadt" Elmshorn wider: 1910 gab es hier 58 gewerbsmäßige Schweinemästereien und insgesamt 123.341 Schweine. Das waren rund 25.000 Schweine mehr als im Vorjahr. Wurden 1910 18.130 Schweine in Elmshorn geschlachtet, waren es 1911 bereits 29.880.