Gelungene Wiedereröffnung der Dauerausstellung

Inszenierung in der Scheune: Landwirtschaft im Wandel

Alles neu im ersten Obergeschoss

Es ist geschafft – am letzten Sonntag öffneten sich nach sechs Monaten emsigen Planens, Gestaltens, Umbauens und Werkelns die Türen der Dauerausstellung im ersten Obergeschoss des Industriemuseums wieder für den Publikumsverkehr. Und die Mühen auf der einen Seite und das lange Warten auf der anderen Seite haben sich gelohnt: Voller Freude präsentierten die Museumsleiterin Bärbel Böhnke und ihr Team die neu konzipierte Ausstellung, von der sich alle Besucher und Besucherinnen äußerst angetan zeigten.

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Grußworte aus Kultur und Politik

Die Fördervereinsvorsitzende Monika Dormann teilte in ihrem Grußwort die Freude der Museumsleiterin darüber, auch die letzte Etappe der Modernisierung erfolgreich umgesetzt zu haben. Das Museum bleibt mit seiner neu gestalteten Dauerausstellung zukunftsfähig und auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten ein wesentlicher Kulturort für die Stadt Elmshorn. Die hohe gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung des Industriemuseums hob auch der Vorsitzende des Kulturausschusses, Thorsten Mann-Raudies (SPD), in seinem Grußwort hervor. „Ja, wir brauchen das Industriemuseum“, hatte sich bei einer Vorabbesichtigung des ersten Obergeschosses am vergangenen Donnerstag bereits der Elmshorner Bürgermeister Volker Hatje zum Museum bekannt. Auch er zeigte sich begeistert von der neu gestalteten Ausstellung.

Betonte in seinem Grußwort die gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung des Industriemuseums für Elmshorn: Thorsten Mann-Raudies (SPD)

Neue Inszenierungen und Ideen

Insbesondere die helle und offene Gestaltung, die schlichte, aber wirkungsvolle weiß-dunkelgraue Farbgebung und das neue Lichtsystem überzeugen. Spotlights setzen die Exponate effektvoll in Szene, die Ausstellung erstrahlt im wahrsten Sinne des Wortes in ganz neuem Licht. Bereichstitel an den Wänden sorgen für Übersichtlichkeit und der Rundgang durch die einzelnen Abteilungen ist besucherfreundlicher angelegt. Objekte zum Anfassen und Ausprobieren sowie interaktive Medienstationen laden zum Mitmachen ein und lassen gemeinsam mit den gelungenen Inszenierungen den Wandel Elmshorns vom Handwerksflecken zur Industriestadt um 1900 lebendig werden. Ob in der Ladenzeile mit den Verkaufs- und Werkstatträumen von Tischler, Schuhmacher und Schneiderin, in der landwirtschaftlichen Scheune, im Hafen- oder Mühlenbereich: Überall können neue Exponate, bewährte Themen und neue Ideen entdeckt werden. Hinter Ziegelsteinen verbergen sich Elmshorner Bauwerke, Schubladen geben neue Geschichten und Objekte preis, das Hafenmodell verdeutlicht den Hochbetrieb entlang der Kaimauern und der stolze Besitzer einer Dampflokomobile lässt sich bei deren Inbetriebnahme über die Schulter schauen. Eine Kinderspielecke – ein Geschenk des Fördervereins zum Museumsjubiläum – bietet auch den kleinsten Gästen Spaß und Abwechslung.

Der Bürgermeister war auch schon da: Monika Dormann, Vorsitzende des Fördervereins des Industriemuseums Elmshorn, Olaf Seiler von der Sparkasse Elmshorn, der Bürgermeister Volker Hatje und Museumsleiterin Bärbel Böhnke besichtigten die neue Dauerausstellung bereits vor der offiziellen Eröffnung (Foto: Uta Robbe).

Dank an alle Sponsoren

Bis Ende Mai folgen noch die endgültigen Lesetafeln, Leittexte an den Wänden und drei weitere Medienstationen. Für den Bereich zur Eisenbahngeschichte werden noch Sponsoren für den Vitrinenbau gesucht. Pünktlich zum 25. Geburtstag des Industriemuseums im Mai ist damit die Dauerausstellung im Haus dann wieder komplett und die 2013 begonnene Modernisierung des gesamten Museums abgeschlossen.

Das Industriemuseum Elmshorn dankt an dieser Stelle allen Sponsoren, Unterstützern und Unterstützerinnen, Helfern und Helferinnen, ohne die die Umsetzung dieses Großprojektes nicht möglich gewesen wäre. Besonders hervorzuheben sind die Sparkasse Elmshorn, die Fielmann-Stiftung, Prof. Dr. Klaus Pannen und der gesamte Förderverein. Herzlichen Dank!