Sammeln als Leidenschaft

Beginn:

Datum: 05.02.2006

Ende:

Datum: 07.06.2006

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Im Keller oder auf dem Dachboden, im Kinder- oder Wohnzimmer schlummert sie im Schuhkarton oder im Vitrinenschrank: die Sammlung. Fast jeder Mensch hat eine mehr oder minder geheime Leidenschaft für irgendein Sammelobjekt. Oft werden im Laufe vieler Jahre daraus umfangreiche Sammlungen kostbarer Kleinodien oder auch kurioser Kultobjekte.

Das Industriemuseum Elmshorn bietet Sammlerinnen und Sammlern jetzt den geeigneten Schauplatz für ihre Schätze. Die erste Sonderausstellung der neuen Ausstellungsserie des Industriemuseums zum Thema Sammeln zeigt eine bunte Mischung vielfältiger Objekte der Sammelleidenschaft: Modellautos, Schreibfedern, Elefanten, Papierfahnen, Zollstöcke, Kreisel, Servietten, Streichhölzer und vieles mehr füllen die Vitrinen des Industriemuseums.

Der Sammler Albertus Lose hat vor etlichen Jahren seine Leidenschaft für Schreibfedern entdeckt. Mittlerweile umfasst seine Sammlung 60.000 Objekte, davon 19.000 verschiedene Stücke von der Gänsefeder bis zum Kugelschreiber. Um seine Sammlung angemessen darstellen zu können, hat er eigens Wandschaukästen gebaut. An zwei alten Schulbänken können alle Besucher das Schreiben mit Feder und Tinte selbst ausprobieren.

Zollstöcke in großer Zahl besitzt der Tischler Thomas Siefke aus Horst-Hahnenkamp. In seinem Heizungskeller lagert seine Sammlung von 13.000 dieser Messinstrumente. Viele seiner älteren Objekte ersteigert er bei eBay. Erst kürzlich erwarb er beispielsweise einen englischen Zollstock aus Elfenbein aus dem 19. Jahrhundert. Ob mit Wasserwaage, Flaschenöffner, in Zoll oder Zentimeter, mit Blindenschrift oder Papstmotiv – die Vielfalt ist überwältigend.

Eigentlich „Autofreak“ und nicht Sammler – aus dieser Passion heraus trug Hinrich Boldt 2000 Modellautos zusammen, von denen eine Auswahl in zwei großen Museumsvitrinen gezeigt wird.

Die jüngste ausstellende Sammlerin ist die 10-jährige Xenia Hermer, deren Sammlung von Elefanten bereits 300 Stück umfasst.

Diese vier Sammlerinnen und Sammler sind seit Jahren aktiv und ihrem Sammelgebiet treu. Das Industriemuseum zeigt weiterhin viele Objekte aus größeren und kleineren Sammlungen, die für die Besitzerinnen und Besitzer nur für einen bestimmten Lebensabschnitt eine Rolle spielten und dann in den Keller oder auf den Dachboden wanderten. So werden Stofftiere von Steiff, Briefmarken, Kronkorken, Servietten und vieles mehr ab dem 5. Februar im Museum zu sehen sein.

Machen Sie mit! Größte Sammlung von kleinen Dingen

An der Begleitaktion zur Sonderausstellung kann jeder teilnehmen: Das Industriemuseum Elmshorn zeigt im Treppenhaus die entstehende „größte Sammlung von kleinen Dingen“ in individuell gestalteten Streichholzschachteln. Alle kleinen und großen Besucherinnen und Besucher können sich aktiv beteiligen und einen kleinen Gegenstand in einer Streichholzschachtel (einzige Bedingung: der Gegenstand muss in die Schachtel passen) spenden. Die Schachteln werden aufgeklebt und sind dann als „Sammlung von kleinen Dingen“ während der Ausstellungsdauer zu bewundern.