Kulturtechnik Sparen
Datum: 25.05.2003
Datum: 28.09.2003
Die Ausstellung „Kulturtechnik Sparen“ zeigt anhand zahlreicher Objekte, Fotos und Zitate, wie Sparsamkeit in ihren unterschiedlichen Facetten den Lebensstil der Menschen früher prägte und heute noch in vielen Bereichen des Alltags wirksam ist. Menschen werden je nach ihrer Einstellung zum Sparen beurteilt: die Verschwenderin oder der Geizhals.
In der Kriegs- und Nachkriegszeit war Sparen überlebensnotwendig. Zeitzeugen berichten von ihren Erlebnissen aus der Zeit des Mangels. Wie backt die Mutter einen Geburtstagskuchen ohne Fett und Eier? Und wie reicht der Kaffee für alle?
Aber auch heute sind viele Spar-Techniken im Umlauf: mittwochs werden die Anzeigenblätter nach Schnäppchenangeboten durchgesehen. Die Zeitung wird zwar nicht mehr als Toilettenpapier benutzt, dient aber nach wie vor als Unterlage beim Gemüseschnippeln. Diese Selbstverständlichkeiten, aber auch Kurioses wie die mittels Fahrradkette und Fußantrieb funktionierende Waschmaschine rückt die Ausstellung ins Blickfeld.
Die verschiedenen Ressourcen Geld, Zeit, Arbeit und Energie greifen ineinander. Wer Geld spart, muss dafür oft mit Zeit und Arbeit bezahlen: Das selbstgebaute Regal besteht zwar aus günstigen Brettern aus dem Baumarkt und passt genau in die Ecke, es muss aber Platz sowie das entsprechende Werkzeug zum Selberbauen vorhanden sein, und außerdem viel Zeit investiert werden.