Krückau - alles im Fluss
Datum: 10.06.2012
Datum: 14.10.2012
Die neue Ausstellung im Industriemuseum Elmshorn präsentiert bis zum 14. Oktober 2012 eine facettenreiche Flussbiografie zwischen Vergnügen und Gefahr. Der tidenabhängige Nebenfluss der Elbe ist 37 km lang und entspringt in Kaltenkirchen in einem Gewerbegebiet. Auf dem Weg zur Mündung in Seestermühe durchfließt die Krückau die beiden Städte Barmstedt und Elmshorn.
Schon im maritimen Museumshof verweist das Beiboot der Getreideschute „Korngarbe“ auf die frühere Bedeutung des Elmshorner Hafens. Im Museum selber kann dann anhand einer über neun Meter langen Karte und Exponaten vom Badeanzug über eine Flutsperre bis zur Fischreuse, der Wasserlauf in allen Facetten von der Quelle bis zur Mündung erkundet werden.
Für Elmshorn war die Krückau über Jahrhunderte die wirtschaftliche Lebensader der Stadt. Die Geschichten des Flusses und der Menschen, die an ihm leben und lebten sind eng miteinander verwoben. Fluss und Hafen waren nicht nur Wirtschaftsmotor, sondern immer auch attraktive Ausflugsziele. Ob Zuschauen beim Stapellauf im Hafen, Spaziergang am Deich, Segeltörn zur Elbe, Baden im Sommer oder Ruderpartie auf dem idyllischen Oberlauf oder dem Rantzauer See – der Fluss steigerte die Lebensqualität der Menschen enorm. Die Krückau war aber nicht nur eine Quelle des Vergnügens, sondern barg auch viele Gefahren. So sorgte der Nebenfluss der Elbe, bis zum Bau des Krückausperrwerks 1969, regelmäßig für Hochwasser in der Innenstadt. Ein weiteres Problem war jahrzehntelang die starke Verschmutzung der Krückau, vor allem durch die Abwässer der Lederindustrie.
Vergnügen oder Gefahr, Industrie oder Natur – erkunden Sie die Flussgeschichten von damals bis heute.
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt des Industriemuseums Elmshorn, der Stadtverwaltung und weiteren Einrichtungen, Vereinen und Privatpersonen.