Chili M. Seitz Junge Urbane Kunst
Datum: 10.11.2013
Datum: 01.12.2013
Ein Austausch, eine Gegenüberstellung und eine ganze Stadt dazwischen.
Chili M. Seitz ist eine Künstlerin, welche ihr Arbeitsfeld nicht nur im Atelier sieht. Sie arbeitet oft intervenierend im und mit dem öffentlichen Raum. So auch diesmal in Elmshorn. Das Industriemuseum der Stadt war Ausgangspunkt um Arbeiten für den Kunstverein im Torhaus zu entwickeln. Das im Museum vorgefundenen Archivmaterial bildet die Grundlage für geschichtete Geschichte, welche Seitz in großformatigen Bildern sowie einer raumgreifenden Bodeninstallation im Torhaus präsentiert.
Ebenso aus den Schatzkammern des Archives stammen die Kopien der Objekte, welche sie im gesamten ersten Obergeschoß des Museums dem dauerhaften Bestand in Form von hängenden Bildtafeln gegenüberstellt. Die zum Teil absurden Gegenüberstellungen laden den Betrachter ein, eine Brücke zu schlagen zwischen zweidimensionalem, dreidimensionalem, der Bedeutung der Gebrauchsgegenstände und deren Abbild sowie der zentral positionierten Behauptung „Ich kann Alles“. Diese prangt auf einem Buchdeckel, auf welchem neben Nadelkissen, Schere und Garnrolle auch der dampfende Kochtopf zu finden ist.
Seitz dehnt mit diesem Satz / Titel die im Museum verorteten Zuschreibungen der Tätigkeitsfelder der Frau aus, bis es im Absurden zu kippen scheint und hinterfragt so die Rolle der Frau heute wie damals.