Barbies Traumberufe - Frauenberufe zwischen Realität und Klischee

Beginn:

Datum: 06.03.2011

Ende:

Datum: 28.08.2011

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Plakat "Barbies Traumberufe"

Unter dem Titel „Barbies Traumberufe – Frauenberufe zwischen Klischee und Realität“ startet am 06. März eine Sonderausstellung, die anhand einer der größten Barbie-Sammlungen weltweit die Entwicklung und die Berufe der Barbie-Puppe von den 1950er Jahren bis heute und das mit ihr transportierte Frauenbild zeigt. Rund 50 Frauenporträts von Frauen sind den Barbies an die Seite gestellt. Im Dialog wird deutlich, dass tradierte Rollenbilder und Klischees die Berufswahl von Frauen bis heute prägen.

Die Präsentation kombiniert die Ausstellung „Busy Girl – Barbie macht Karriere“ von Karin Schrey und Bettina Dorfmann mit den Frauenporträts der Frauengeschichtswerkstatt Elmshorn. Die Ausstellung zeigt das Industriemuseum in Kooperation mit der Elmshorner Gleichstellungsbeauftragten.

Busy Girl – Barbie macht Karriere

Barbie ist für viele der Inbegriff des blonden Dummchens. Dabei ist Barbie, die 1959 vom amerikanischen Spielzeughersteller Mattel auf den Markt gebracht wurde, das meist verkaufte Spielzeug aller Zeiten. Die Ausstellung zeigt Barbie in ihrer Rolle als Vorbild und Zeugin der rasanten beruflichen Entwicklung der Frau in den letzten 52 Jahren: Von der Bürokraft, der Krankenschwester, dem Model und der Modedesignerin wurde sie zur Paläontologin, Astronautin und Politikerin. Natürlich steht Barbie auch für die Entwicklung der Mode. Für jeden Beruf und jeden Anlass wurde Barbie mit den passenden Kleidern und Accessoires im jeweiligen Zeitgeschmack ausgestattet. Die Ausstellung mit ihren zahlreichen Barbie-Puppen, Häusern und Zubehör ist somit nicht nur etwas für die versierten Sammler und Sammlerinnen, sondern auch für all diejenigen, die am Beispiel Barbie den Frauenbildern und ihren Klischees sowie dem modischen Zeitgeist der letzten 52 Jahre nachspüren möchten.

Typisch weibliche Berufe

Woher kommt das Klischee im Kopf?

Die Berufswahl junger Menschen ist nach wie vor von starken Unterschieden zwischen Mädchen und Jungen geprägt. Die Mehrzahl weiblicher Schulabgänger wählt typische Frauenberufe aus dem Sozial- und Dienstleistungsbereich, die im Durchschnitt schlecht bezahlt werden und nur wenige Aufstiegsmöglichkeiten bieten. So beginnt zum Beispiel ein hoher Anteil der Mädchen eine Ausbildung zur Arzthelferin, zur Friseurin oder zur Einzelhandelskauffrau – Berufe in denen die Verdienst- und Aufstiegschancen besonders gering sind.

Die Gründe hierfür sind nicht in einer schlechteren Schulbildung zu suchen, denn im Schnitt haben Mädchen bessere Schulabschlüsse als Jungen. Vielmehr orientieren sich viele Frauen seit über 60 Jahren an überkommenen Vorbildern und Vorstellungen von weiblicher Berufstätigkeit.

Der Ausstellungspart der Frauengeschichtswerkstatt Elmshorn präsentiert Berufsporträts aus dem 20. und 21. Jahrhundert von Frauen aus der Unterelberegion. Diese beleuchten schlaglichtartig die Realität und den Wandel weiblicher Berufstätigkeit und zeigen individuelle Berufsfindungsprozesse auf.

Vorgestellt werden dabei nicht nur traditionelle Frauenberufe, sondern vor allem auch Berufspionierinnen und Exotinnen ihrer Zeit. Hierzu gehört zum Beispiel die erste Sattlermeisterin Deutschlands oder die erste Richterin im Elmshorner Amtsgericht.