50 Jahre Museum in Elmshorn

Beginn:

Datum: 25.10.2003

Ende:

Datum: 01.02.2004

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Zum 50-jährigen Geburtstag des Museums in Elmshorn präsentiert die Sonderausstellung anschaulich und mit zahlreichen spannenden Gegenständen die Museumsgeschichte.

Dargestellt sind die ersten „Altertümer“ der Sammlung und einige Ausstellungsbereiche, wie sie schon im ersten Museumsgebäude präsentiert waren. Die Ausstellung bietet auch einen Blick hinter die Kulissen – auf Magazinregalen sind Gegenstände aus allen Sammlungsgebieten des Museums von geologischen Bodenfunden über Handwerksgeräte und Zahnarzt-Utensilien bis hin zu Exponaten aus der Elmshorner Industrie zu sehen. Sammlungsgeschichten zu Objekten der Dauerausstellung ergänzen die Geburtstagsschau.

Etliches ist lange nicht mehr oder noch nie ausgestellt worden: Es erwarten Sie einzelne Kuriositäten und zahlreiche Schätze aus der Elmshorner Museumssammlung!

Die Anfänge der Sammlung

Die Museumsarbeit in Elmshorn begann 1920, als der plattdeutsche Heimatverein „Tru un fast“ einen Museumsausschuss gründete. Gründungsmitglied war auch der Heimatforscher Konrad Struve, der später Museumsleiter wurde. Der Ausschuss sammelte „Altertümer“ und veranstaltete Lotterien, um das nötige Geld zum Erwerb von Räumen für die Einrichtung eines Elmshorner Heimatmuseums zusammenzutragen. Aufgrund der wirtschaftlichen Lage in der Inflationszeit kam jedoch nicht genügend Geld zusammen und die Exponate lagerten zunächst behelfsmäßig auf dem Speicher der Bismarckschule.

Die Sammlung umfasste Gegenstände und Archivalien, unter anderem Funde aus der Vor- und Frühgeschichte, aber auch vorindustrielle Hausgeräte, Möbelstücke, Truhen, Trachten, Schmuck und Waffen sowie Exponate aus dem traditionellen Handwerk. Trotz der Wirren des Zweiten Weltkrieges konnte der größte Teil dieser frühen Sammlung bewahrt werden. Viele der zahlreichen Objekte sind erhalten geblieben und einige sind in der Dauerausstellung des Industriemuseums zu sehen.

Das Konrad-Struve-Museum

Erst 1952 konnten die Elmshorner Museumspläne konkretisiert werden. Das Museum fand seinen Platz zunächst in einem Gebäude der ehemaligen „Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV)“ in Drückhammers Gang, einem Seitenweg der Königstrasse. Die Einweihung des Gebäudes erfolgte bereits am 15. September 1952 anlässlich des 83jährigen Geburtstages Konrad Struves. Unter der Anleitung des Archäologen Dr. Karl Wilhelm Struve, einem Sohn Konrad Struves, wurde das Museum dann mit Hilfe der Stadt und Ehrenamtlichen eingerichtet. Ab dem 25. Oktober 1953 war das Museum, das nach dem Gründer der Sammlung und Ehrenbürger der Stadt Elmshorn „Konrad-Struve-Museum“ genannt wurde, dann mit einer Ausstellungsfläche von rund 250 qm für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Präsentation umfasste Geologie, Vor- und Frühgeschichte sowie Handwerk und Ortsgeschichte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts. Bald erwies sich jedoch das feuchte und schlecht heizbare Museumsgebäude als ungeeignet, so dass das Museum 1972 in das ehemalige Standesamt in die Bismarckstraße umzog. Noch heute sind im „Konrad-Struve-Haus der Ortsgeschichte“ Teile der Sammlung zu sehen.

1981 übernahm Uwe Köpcke gemeinsam mit weiteren 15 Museumsbegeisterten

die ehrenamtliche Leitung des „Konrad-Struve–Museums“. Die Museumsgruppe legte einen neuen Sammlungsschwerpunkt auf Alltag und Arbeit in der Industriezeit.

Das Industriemuseum Elmshorn

Nach erfolgreichen Sonderausstellungen zu Themen der Industriezeit konzipierte die Museumsgruppe die Sammlung neu. Das Museum erhielt nach dem Umzug in ein ehemaliges Fabrikgebäude in der Catharinenstraße den Namen „Industriemuseum Elmshorn“. Das Museum wurde am 23. Mai 1991 eröffnet und zeigt heute auf einer Aufstellungsfläche von 850 qm den Wandel der Lebens- und Arbeitsverhältnisse im Industriezeitalter am Beispiel Elmshorns. Neben der Dauerausstellung zogen zahlreiche Sonderausstellungen und ein umfangreiches und lebendiges Programm bisher mehr als 80.000 Besucherinnen und Besucher in das Industriemuseum.

Im „Konrad–Struve–Haus der Ortsgeschichte“ blieben jedoch gleichzeitig die Museumsbereiche Geologie, Vor- und Frühgeschichte, Wal- und Robbenfang, Gold- und Silberschmiede sowie die rekonstruierte Wohnstube von 1800 bestehen.

Außerdem beherbergt das Gebäude den Heimatverein „Tru un fast“, die Vereinigung für Familienkunde und die Ernst-Behrens-Stube. Seit Sommer 2003 findet im Konrad-Struve-Haus das museumspädagogische Programm „Erlebnis Steinzeit“ statt.