Chronik Industriemuseum Elmshorn
1920
Der Heimatverein „Tru un fast“ gründet einen Museumsausschuss.
1952 15. September - Einweihung des Gebäudes vom Konrad-Struve-Museum im Drückhammers Gang in Elmshorn.
1953
25. Oktober - Eröffnung des Museums unter der ehrenamtlichen Leitung des Heimatforschers und Lehrers Konrad Struve.
1972
Neukonzeption und Umzug des Museums in die Bismarckstraße 1.
1981
Übernahme der ehrenamtlichen Museumsleitung durch den Lehrer Uwe Köpcke. Demokratisierung der Museumsarbeit durch Beteiligung von fünfzehn historisch Interessierten. Diese Museumsgruppe legt für die Sammlung die Schwerpunkte Arbeitswelt und Alltagskultur fest.
1982
März - Erste Sonderausstellung der Museumsgruppe: Elmshorn: Veränderung eines Stadtbildes.
April - Die Museumsgruppe setzt sich für den Erhalt historisch wertvoller Häuser ein. Demonstration mit „Todesanzeigen“ für alte Elmshorner Häuser, die in den letzten Jahren abgerissen wurden.
1983
Sonderausstellungen
- "Textile Handarbeiten"
- "Bei uns... 1933 - 1945"
1985
Ein ehemaliges zweigeschossiges Mühlengebäude wird Museumsmagazin.
24. Mai - Einweihung der Dauerausstellung zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Elmshorn in der
renovierten jüdischen Friedhofshalle.
Oktober - Präsentation der ersten Ausstellung zum Thema Industrialisierung
- „Die Elmshorner Steingutfabrik C. & E. Carstens“
1986
April - Eröffnung der Dauerausstellung
- Die Mechanische Weberei, der älteste Industriebetrieb Elmshorns.
Oktober - Eröffnung der Sonderausstellung: „Stopper los! Elmshorner Schiffbau im Wandel.“
1988
Folgende Grundsätze bestimmen das Museumskonzept:
- der inhaltliche Museumsschwerpunkt ist die Darstellung von Leben und Arbeit in der Industriezeit
- die Arbeits- und Lebensbedingungen von Frauen sind angemessen zu berücksichtigen
- die Museumsdidaktik ist fester Bestandteil des Konzeptes
1991
Das Industriemuseum entwickelt sich zunehmend zu einem lebendigen kulturellen Ort, an dem auch Vorträge, Tagungen, Konzerte, Tanzabende und Theateraufführungen stattfinden. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen gehört die Jazz-Jam-Session einmal im Monat.
1992
1993
1994
1995
1. September - Mit der Kulturwissenschaftlerin Bärbel Böhnke erhält das Elmshorner Museum zum ersten Mal eine unbefristet eingestellte wissenschaftliche Kraft.
Gründung von drei ehrenamtlichen Arbeitskreisen zur Erarbeitung von Sonderausstellungen unter der Anleitung der Kulturwissenschaftlerin.
Die Elmshorner Gleichstellungsbeauftragte Christiane Wehrmann und Bärbel Böhnke gründen die Frauengeschichtswerkstatt Elmshorn.
1996
8 Sonderausstellungen werden gezeigt, vor allem „Gut Brand! Ziegelherstellung im Wandel“ erfährt eine überregionale Beachtung.
Einrichtung einer museumspädagogischen Aktionsfläche im 3. Obergeschoß.
In den Schulferien erstmals Durchführung von Ferienaktionen.
1997
Erstellung der museumspädagogischen Forschungskarten „Expedition in die Vergangenheit“, die Kindergruppen dazu anleiten, das Museum selbständig zu entdecken.
Sommer - Projektbeginn: Erforschung des Nationalsozialismus
Oktober - Veröffentlichung des Museumskataloges als Band zur Elmshorner Geschichte Nr. 10 von Bärbel Böhnke.
1998
Bärbel Böhnke wird die erste hauptamtliche Museumsleiterin Elmshorns.
Sonderausstellungen
- „Land und Leute im Norden - Fotografien von Max Stehn“
- „Ich hab' mich hochgetippt! Frauenarbeit im Büro“
Erster „Markt mit Kunst-Werk“, der immer am 2. Adventwochenende stattfindet.
Dezember - Veröffentlichung der Frauengeschichtswerkstatt: „Frauenleben in Elmshorn“ innerhalb der Reihe "Bände zur Elmshorner Geschichte" Nr. 11.
1999
Sonderausstellungen
- „Glanz und Gloria aus alten Gardinen. Der fröhliche Plünnbüddel-Kreis“
- „Eine Maschine dampft ab.“ Wie Elmshorns letzter Kraftprotz auf Reisen ging, eine Fotodokumentation
- „Geschichte eines Ortes: Von der Baumschule Timm & Co. bis zum Neubaugebiet“
- „Technik im Kinderzimmer“ Technisches Spielzeug aus der Sammlung Helga Martens
2000
Sonderausstellung
- „Die Erfindung der Hausfrau. 2000 Jahre Haus-Halten“.
2001
Jubiläumsmeile in der Catharinenstraße mit Handwerksvorführungen und Mitmachaktionen
Sonderausstellungen
- „Das KZ-Außenkommando Kaltenkirchen - ein KZ im Kreis Segeberg“
- „Camera Obscura - Mehr als ein Augenblick“ Eine Bilderreise durch Schleswig-Holstein von Thorsten Berndt
- „Keramik der Elmshorner Steingutfabrik C.& E. Carstens" Sammlung Museum Kellinghusen
2002
Sonderausstellung
- „Kindheit und Jugend im Nationalsozialismus“ mit umfangreichen Begleitprogramm
Neuer Stadtrundgang im Rahmenprogramm zur Sonderausstellung: „Elmshorn unter dem Hakenkreuz – Verfolgung und Widerstand“
September: erste Teilnahme am Tag des offenen Denkmals „Die Catharinenstraße“
2003
Sonderausstellungen
- „Mister Tagesschau kommt ins Wohnzimmer - 50 Jahre Deutsches Fernsehen“
- Stadtteilausstellung im „Haus der Begegnung“: „Lebenswelten zwischen Kate und Hochhaus - Menschen in Hainholz früher, heute, morgen“
- „Kulturtechnik Sparen“
- „50 Jahre Museum in Elmshorn“
Im „Steinzeitgarten“ am Konrad-Struve-Haus werden erstmals Steinzeitaktionen mit Gruppen und Schulklassen durchgeführt. Mit ehrenamtlichen Aufwand konnte hinter dem Haus ein „Steinzeitgarten“ angelegt werden. Im Sommerferienprogramm wurde mit Kindern ein Steinzeitofen gebaut und auch gleich ausprobiert.
1. Dezember: Im 50jährigen Jubiläumsjahr des Elmshorner Museums gründet sich der Förderverein des Industriemuseums.
2004
Sonderausstellungen
- „50 Jahre Museum in Elmshorn“
- „Hab Acht!“ Eine Plakatausstellung zu den Anfängen von Unfallverhütung und Arbeiterschutz.
- „KolaFu“ – ein Ort der Willkür und Gewalt. Zur Geschichte des Konzentrationslagers und der Strafanstalten Fuhlsbüttel 1933-45.
- „Auf in die Ferne“ - Reisen in den 1950er Jahren.
- „Gruss aus Elmshorn“ – Historische Postkarten aus Elmshorn
2005
Sonderausstellungen
- „Gruß aus Elmshorn“ – Historische Postkarten aus Elmshorn
- „Zeit und Bewegung“
2006
Sonderausstellungen
- „Sammeln als Leidenschaft“ Die Sonderausstellung mit der Mitmach-Aktion „Die größte Sammlung von kleinen Dingen“
- „Miteinander geht es besser“ 160 Jahre Geschichte der Konsumgenossenschaften
- „Verstrickungen“ - Kulturgeschichte des Strickens
Neu im Eventangebot für Erwachsene: „Steingutmalerei“ und „Kulinarische Zeitreise“.
Ende des Jahres begrüßte die Vorsitzende des Fördervereins Monika Dormann die Bürgermeisterin Dr. Brigitte Fronzek als 100. Mitglied und weiht die neue Fassadenbeleuchtung rechtzeitig zu Beginn der dunklen Jahreszeit ein.
Aufstellung des neuen Großbuches Verkehr.
2007
Die größte Veränderung der Dauerausstellung vollzog sich durch den Erwerb der umfangreichen, einzigartigen Steingutsammlung König durch den Förderverein des Industriemuseums im Frühjahr 2007. Finanziell auf mehrere Jahre angelegt verpflichtete sich der Verein zum Kauf der rund 1400 Steingutprodukte der ehemaligen Elmshorner Fabrik Carstens. Für die neuen Objekte entstand ein Ausstellungskonzept mit zwei Lagerregalen als „Fabriklager Carstens“.
Sonderausstellungen
- „Verstrickungen - Kulturgeschichte des Strickens“
- „Bleischwer oder federleicht? Waagen von A bis Z“
- „Unter den Deckel geschaut“ Kochbücher erzählen Geschichte
- „Weihnachtsbräuche wandern mit“
Erstellung der Kochbuchbroschüre im Rahmen der Ausstellung „Unter den Deckel geschaut“.
Neuerstellung des Großbuches Steingut Carstens.
2008
Sonderausstellungen
- „Weihnachtsbräuche wandern mit“
- „Bunte Werbewelt aus dem Kino. Elmshorner Diawerbung der 1950er Jahre“
- „Kanonen statt Butter“ - Ernährung und Propaganda im „Dritten Reich“
- „Gruss aus Elmshorn - Stadtansichten auf historischen Postkarten“
Erste Hochzeit im Industriemuseum in Kooperation mit dem Standesamt Elmshorn.
Der Förderverein des Industriemuseums erwirbt eine umfangreiche Sammlung Elmshorner Postkarten. Das Museum zeigt diese Schätze in der Sonderausstellung „Gruss aus Elmshorn“ und es erscheint innerhalb der Reihe „Beiträge zur Elmshorner Geschichte“ ein gleichnamiger Sammlungskatalog. Mit dieser gezielten Sammlungs- und Ausstellungstätigkeit wurden zahlreiche Ansichten der Krückaustadt von 1890 bis heute der Öffentlichkeit zugänglich.
Eine Ergänzung der Dauerausstellung erfolgte durch die Spende von zwei Harmonien, beide hergestellt im Gebäude des Industriemuseums von der Elmshorner Firma I.P.H. Kröger.
Ein historischer Schrank und eine Standuhr aus der Museumssammlung können dank des Fördervereins sachgerecht restauriert werden.
2009
Sonderausstellungen
- „Gruss aus Elmshorn - Stadtansichten auf historischen Postkarten“
- „Der schön gedeckte Tisch. Ein Kulturgut mit Verfallsdatum?“
- Mitmach-Ausstellung „Heimat ist für mich…“
Ein Schwerpunkt war die Neueinrichtung der Außenstelle des Industriemuseums: das Konrad-Struve-Haus der Ortsgeschichte wurde saniert und neu bestückt. Die Maßnahmen zur Realisierung der Dauerausstellung als Schaumagazin sind auf drei Jahre verteilt angelegt.
Die Neuerstellung der Website des Industriemuseums konnte fertig gestellt werden.
Der Ankauf einer Sammlung von Werbeartikeln der Firma Peter Kölln und eines Frühwerkes von Wilhelm Petersen durch den Förderverein erweiterte den Sammlungsbestand.
2010
Sonderausstellungen
- Mitmach-Ausstellung „Heimat ist für mich…“
- „Fahrt ins Blaue... aber bitte mit Picknick!“
- „Walfang im Eismeer“
- „Das Gedächtnis unseres Landes: Archive in Schleswig-Holstein“
- „Spielzeug aus Papier in seiner Vielfalt“
Höhepunkt des Jahres war die Eröffnung des Schaumagazins im Konrad-Struve-Haus der Ortsgeschichte am 1. „Tag der Elmshorner Geschichte“ am 31. Oktober. Die interaktive Medienstation mit PC und Touchscreen bietet zu jedem Museumsgegenstand Informationen in Text und Bild. Dafür sind 718 der rund 1000 ausgestellten Gegenstände digital in der Datenbank Dokbase erfasst und zudem auch neu fotografiert worden.






